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Im Januar 2013 tauchte das Projekt Love Convoy auf, wo Trucks über den Lausitzring fahren, wie man es von der Love Parade kennt. Meine eigenen Erfahrungen und Eindrücke habe ich euch in diesem Artikel zusammengefasst.


Was ist der Love Convoy:

Der Convoy soll als geschlossene Veranstaltung auf dem Lausitzring bei Berlin aus 20 Trucks aus der nationalen und internationalen Musikszene bestehen. Es soll auf dem Gelände fünf Bühnen geben wo die gesamte Bandbreite der elektronischen Musik präsentiert wird.

Der Umzug soll tagsüber an einem Samstag auf der Rennstrecke des Lausitzringes stattfinden und abends sollen bis in die frühen Morgenstunden vom Sonntag zehntausende Techno Begeisterte feiern.

Die Veranstaltung soll am 07.06.2014 stattfinden und auf 100.000 Besucher begrenzt sein, da wohl nicht mehr für dieses Gelände zugelassen sind.

In der Presse bekam man allerdings bereits im Frühjahr 2013 mehrfach kritische Statements zu lesen, in denen sich u.a. Dr. Motte dem Projekt eine klare Absage erteilte.

Presse-Verweise (lesenswert):

Artikel bei Virtual Nights
Artikel bei Partysan
Artikel bei Rolling Stone
Artikel bei Festivalstalker
Artikel beim Tagesspiegel


Diese Statements waren übrigens für mich der Aufhänger, mich mit diesem Thema zu befassen. Letztlich ist die Idee der Veranstalter nicht schlecht aber die Worte von Dr. Motte gaben mir doch zu denken. Auf Virtual Nights gab es zu dem die Aussage, dass der Veranstalter als zwielichtig und unprofessionell gelte.

Nun haben wir September 2013 und wirklich viel hat sich nicht getan. Alle großen Festivals haben bereits ihre Planungen für das kommende Jahr 2014 weitestgehend abgeschlossen. Nur beim Convoy tappt man immer noch im Dunkeln.

Wenn man sich jetzt das Vorhaben genauer anschaut, tauchen in der Tat immer mehr Fragen auf, die diese ganze Geschichte in ein sehr fragwürdiges Licht rücken.


Finanzierung:

Die Veranstalter möchten bei dem Projekt auf Crowdfunding setzen. Was steckt da nun dahinter. Zur Erklärung nutze ich ein Zitat von Wikipedia:

Mit dieser Methode der Geldbeschaffung lassen sich Projekte, Produkte, die Umsetzung von Geschäftsideen und vieles andere mit Eigenkapital, zumeist in Form von stillen Beteiligungen, versorgen. Eine so finanzierte Unternehmung und ihr Ablauf werden auch als eine Aktion bezeichnet. Ihre Kapitalgeber sind eine Vielzahl von Personen - in aller Regel bestehend aus Internetnutzern, da zum Crowdfunding meist im World Wide Web aufgerufen wird.

Wikipedia: Crowdfunding




Kurzum muss in einem gewissen Zeitrahmen ein Ziel erreicht werden. In dieser Zeit kann quasi jeder etwas finanziell beisteuern. Wird das Ziel nicht erreicht, muss das Geld wieder an alle zurückgezahlt werden und damit wäre das Ende des Projektes besiegelt.

Blickt man nun auf die Website und auf die Facebook-Pages des Projektes, findet man bis auf Erklärungsversuche zur Finanzierung nichts Konkretes. Sucht man im Netz selbst danach, findet man nichts. Auf keiner Kickstarter-Plattform ist dieses Projekt zu finden.

Wenn man sich nun überlegt, dass dieses Projekt vor ca. 9 Monaten gestartet wurde, lässt sich unweigerlich vermuten, dass es bisher nicht mal einen Ansatz der Finanzierung gibt.

Wirft man zum Vergleich einen Blick auf die offenliegende Kostenabrechnung des Fusion Festivals 2013 (siebenstellig), welche durch den betreibenden Verein bereitgestellt wurde, kann man sich recht gut ausmalen, in welchem Bereich sich die Kosten für eine derartige Veranstaltung bewegen müssten.

Allein die Kosten für die Sicherheit der Gäste dürften den finanziellen Rahmen des Convoys, im Vergleich zur Fusion, um ein Vielfaches sprengen.


Sicherheit:

Wie es Dr. Motte bereits in seinen Statements aufführte, muss nach den Ereignissen in Duisburg an allererster Stelle die Sicherheit der Gäste stehen.

Wenn man für eine Loveparade verwandte Veranstaltung wirbt, müsste ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept allen Anforderungen gerecht werden und bereits vorliegen, da ein Konzept dieser Dimension nicht mal eben an einem Wochenende aufzustellen ist und mehrere Wochen oder sogar Monate in Anspruch nehmen dürfte.

Davon sieht man leider gar nichts auf den Seiten der Veranstalter. Nicht mal ein Ansatz ist zu erkennen, wodurch das Projekt zum jetzigen Zeitpunkt als verwerflich angesehen werden kann.


Außenwirkung:

Die Ankündigungen des Convoys werden überall im Netz mit Lausitzring Berlin geschmückt und damit direkt vermittelt, die Veranstaltung wäre in Berlin. Der Lausitzring befindet sich aber 131km südlich von Berlin, fast schon in Sachsen. Das sind 1,5 Stunden mit dem Auto und ca. 3 Stunden mit der Regio-Bahn vom Alexanderplatz Berlin.

Google Maps: Route Alexanderplatz Berlin -> Lausitzring

Bei einem Projekt dieser Größe ist eine umfassende, klare und verlässliche Informationsquelle seitens der Veranstalter Grundvoraussetzung. Wie auch sonst sollte z.B. ein möglicher Investor dazu animiert werden, sich daran zu beteiligen.

Leider scheitert diese Informationsquelle bereits am einfachen Interessenten, der das Projekt auf den Blick als gut empfindet. Es existiert auf Facebook eine Fanpage, über die man versucht einen Überblick auf das Projekt zu verschaffen und die Fans auf dem Laufenden zu halten.

Zusätzlich gibt es eine geschlossene Facebook-Gruppe, in der sich  aktuell ca. 470 Leute befinden und ausschließlich die Veranstalter den Inhalt der Fanpage spiegeln. Die Fanpage selbst umfasste am 05.08.2013 einen Wert 1500 Fans. Am 01.09.2013 waren es ca. 1600 und nun aktuell am 07.09.2013, stehen da plötzlich ein Wert von mehr 6000.

Wer sich ein wenig mit Social-Marketing befasst hat, sollte jetzt schon ein breites Grinsen im Gesicht haben. Denn so ein rasanter Anstieg innerhalb von 4 Wochen, ohne dass es konkrete Aussagen oder offizielle Pressemeldungen gab, ist schlichtweg unmöglich.

Betrachtet man dazu die Interaktionen der angeblichen Fans auf der Fanpage, handelt sich im Schnitt um max. 2 bis 4 Aktivitäten pro Beitrag. Bei einem Wert von 6065 Fans sollten da ca 20 bis 100 Aktivitäten pro Beitrag stehen.

Da es außer dieser Fanpage, der Gruppe und einer schlecht gestalteten und wenig aussagekräftigen Website offensichtlich keine weitere Werbung zu dem Projekt existiert, lässt es sich vermuten, als haben sich die Veranstalter mal ein paar Fans gekauft.

Um diese Theorie zu untermauern, braucht man sich nur einmal den Facebook Like Check von SternTV zu Rate ziehen. Das Ergebnis zeigt deutlich einen Wert bei 1600 mit einem Anteil von ca. 1300 aus Deutschland.

SternTV: Facebook Like Check
Facebook Fanpage: Love Convoy 2014

Der nächste und wohl sehr eindrucksvolle Beleg dafür, dass man sich hier Fans gekauft hat, zeigt die Statistik der Likes auf der Fanpage. Dort erkennt man, dass seit dem 04.08.2013 keinerlei Zuwachs erfolgte und dann am 05.09.2013 ein massiver Anstieg zu erkennen ist. Desweiteren glänzt Istanbul, Türkei als beliebteste Stadt - die Stadt, aus der die meisten der Personen, die darüber sprechen kommen.




Nun stellt sich doch die Frage, warum ca. 5000 Türken ausgerechnet auf den Lausitzring kommen wollen. Witzig ist auch, dass auf der Fanpage und der Website kein einziger türkischer Text zu finden ist, obwohl man doch bei einer solche Fanbase aus der Türkei ruhig ein paar türkische Worte verlieren könnte. *gg*

Facebook-Statistik: Love Convoy - Gefällt mir Angaben

Solche Aktionen sind übrigens auch entgegen den Nutzungsbedinungen von Facebook und auch ziemlich peinlich. Was die Veranstalter offenbar dabei nicht bedacht haben ist, dass die Anzahl von Fans auf Facebook rein gar nichts darüber aussagt, wie gut oder schlecht ein Veranstalter ist und wie viele Leute letztlich zur Veranstaltung kommen werden.

Die offizielle Website gibt aktuell kaum konkrete Informationen zum Stand der Dinge preis. Optisch wirkt sie sehr lieblos, ganz zu schweigen von dem nicht vorhandenen Corporate Design. Die Logos sehen aus, als hätte man Windows Paint vergewaltigt. Rundum es wirkt sehr einfallslos und stümperhaft.

Da ich eingangs wirklich von der Idee angetan war und die Veranstalter durch einen Artikel auf unserer Website unterstützen wollte, um dieses Projekt zu bewerben und auch ernsthaft darüber nachdachte es finanziell zu unterstützen, schickte ich eine sehr ausführliche Mail mit Fragen an die auf der Website hinterlegte Email-Adresse. Mir fehlte ein Presse-Paket mit Fotos, Grafiken und Texten zum Projekt.

Als Antwort bekam ich eine Info, dass wohl alles in der Vorbereitung wäre und man sich bei mir melden wolle, am besten via Telefon. Dafür sollte ich meine Nummer übermitteln.

Nur wozu anrufen, ich wollte doch einen Artikel schreiben. Sollte ich dann das am Telefon das Gesagte notieren und aufschreiben? Verstanden habe ich es nicht und hoffte auf weiteres Material. Das ist nun mehr als 4 Wochen her ohne jegliche Information.

Virtual Nighs hatte wohl das gleiche Problem und schrieb dazu einen Artikel, der ähnliche Erfahrungen spiegelt, wie ich sie eben machen durfte.

Presse-Verweis: Virtual Nights

Die Kommentare der Veranstalter darunter hatten damals schon einen sehr überheblichen Unterton. Nur weil jemand seine Meinung äußert, die nicht im Sinne der Veranstalter ist, wird dieser gleich als Miesepeter angeprangert.

Dieses Gefühl bestätigte sich leider kurze Zeit später auf der Facebook-Fanpage und gestern in der Facebook-Gruppe. Wie es scheint, können die Veranstalter mit objektiver Kritik zur Außenwirkung ihres Projektes nicht wirklich umgehen und reagieren zu dem in einer unmöglichen Art und Weise.

Seit einigen Wochen wirbt man damit, dass es nun die ersten Trucks geben soll und auch schon Partner dafür gefunden wurden. Um dies zu verdeutlichten suchte man sich ein Bild eines Sattelzuges und verzierte dieses Bild immer wieder mit den Logos der angeblichen Partner.

Nicht nur das jeder es sieht, dass es immer das gleiche Bild ist, nein es kam noch schlimmer. Man versuchte die Logos auf äußerst stümperhafte Weise auf dieses Bild zu setzen, dass ich hier erstmalig wirklich an der Glaubwürdigkeit der Veranstalter zweifelte. Meines Erachtens ist dies mehr als peinlich umgesetzt worden.








Um es nicht gleich an die große Glocke zu hängen, nutze ich einen dieser Beiträge in der geschlossenen Facebook-Gruppe und schrieb folgenden Kommentar darunter:

Jungs, langsam macht ihr euch wirklich unglaubwürdig... das ist immer das gleiche Bild von diesem Truck, nur sehr schlecht ge-photoshop-t!

Als Antwort bekam ich von einem Veranstalter eine forsch wirkende Aussage:

Dann mache es besser und unglaubwürdig sind wir nicht oder hast du Einwände zu dem Konzept vom Festival?

Die Frage nach dem, was er dafür ausgeben möchte, ersparte ich mir an dem Punkt obwohl es mir wirklich in den Fingern juckte. Zumal auch gleich noch eine direkte Unterstellung hinten an gesetzt wurde.

Daraufhin fragte ich, ob er denn wirklich meint, dass es niemanden auffällt, dass immer das gleiche Bild verwendet wird und man keinerlei Hinweis auf den verlinkten Seiten der angeblichen Partner finden kann, dass sie als Partner des Convoys auftreten.

Weiterhin erwähnte ich meine Mail mit der Bitte um die noch immer ausstehenden Informationen, da die Infos auf Facebook und der Website einfach nicht für einen Artikel ausreichen und an den Haaren herbeigezogen wirken.

Danach wurde mir von einem hauptveranwortlichem Herren (selbst erannter Convoy Founder) unterstellt, ich würde die Herren öffentlich mies machen, obwohl wir in einer geschlossenen Gruppe waren. Man unterstellte mir, dass ich etwas an dem gesamten Konzept auszusetzen hätte und jegliche Kritik unangebracht wäre.

Das ging dann soweit, dass sich zwei weitere Herren des Teams in die Diskussion einmischten. Leider konnten offensichtlich alle drei nicht richtig lesen. Man deklarierte mich als Gegner des Konzeptes. Ab dem Punkt, merkte man deutlich, dass die Veranstalter mit Kritik nicht umgehen können!

Dazu kamen Aussagen, dass die vermeintlichen Partner diese Bilder alle toll fanden, was äußerst unglaubwürdig erscheint. Jede Firma hat ein Corporate Design und legt viel Wert darauf, wie ihr Logo dargestellt wird.

Wenn man sich dann die Bilder anschaut, wie die Logos stümperhaft verzerrt wurden, würde jede Werbeabteilung beide Hände über den Kopf zusammenschlagen und um Ausbesserung bitten. Letztlich geht es ja um ihre Logos und damit auch um ihre Außenwirkung, die dadurch peinlich verunglimpft wird.

Nachdem ich meinen Unmut über ihre arrogante Art und Weise ausdrückte, versuchte man einzulenken und bat mich der Convoy Founder auf Facebook als Freund hinzuzufügen und alles via Telefon zu klären. Nach all den überheblichen Aussagen der Veranstalter, hatte ich nicht mehr wirklich Lust mit ihm zu telefonieren. Ich glaube, ich hätte ihn direkt durch das Telefon gezogen.

Nachdem ich dann weitere Mal als Gegner dargestellt wurde und das ich nur hier wäre um dem Projekt zu schaden, verdeutlichte ich erneut, dass ich bereits eine Mail geschrieben hatte und um Infos bat, da ich einen Artikel schreiben wollte, mir man sogar antwortete und mich vertröstete. Seitdem kam halt rein gar nichts, wie bereits zu vor geschrieben.

Dann behauptete der Convoy Founder, diese Mail wäre nie angekommen. Ab diesem Punkt bat ich die Herren sich erst einmal untereinander abzusprechen, bevor man andere Leute angreift. Der Rest dieser Diskussion zeigte deutlich die Unfähigkeit der Veranstalter eine Außenwirkung aufrecht zu erhalten, die einem potentiellen Investor anregt, sich an diesem Projekt zu beteiligen.

Ich habe von dem Feed einen Screenshot erstellt. Wer möchte, kann sich das gern einmal anschauen. Die Namen der Veranstalter wurden absichtlich von mir unkenntlich gemacht.

Screenshot Dialog mit Veranstalter: [ Klick mich! ]

Ich stellte daraufhin gezielt auf der Fanpage die Fragen, warum man denn nirgendwo im Netz etwas zum Crowdfunding rund um das Projekt finden kann und nur davon geschrieben aber nicht gehandelt wird, da alle anderen Festivals ihre Planungen für 2014 weitestgehend abgeschlossen haben. Weiterhin wies ich daraufhin, dass sich der Lausitzring über 130km von Berlin entfernt ist.

Dieser Eintrag wurde dann direkt gelöscht und ich wurde auf der Fanpage gesperrt. Mit der Begründung ich hätte nicht das Recht über die Veranstalter so zu urteilen, weil ich keine Infos habe. Nur hätte ich diese Infos, wäre die Diskussion gar nicht entstanden und ich müsste auch nicht die Fragen stellen.

Wenn ein Projekt über eine Community finanzieren möchte aber der Community nichts mitteilt und ihr dann auch noch das Recht entziehen will auch einmal kritisch nachzufragen, dann kann man diese Herren einfach auch nicht helfen.

Wer zahlt denn unwissend Geld an irgendwelche Leute, die vorher nie als Veranstalter in Erscheinung traten und dann ein Projekt dieser Größe mit dem Geld anderer finanzieren wollen?

Ab hier wirkte das alles nur noch peinlich und stümperhaft. Außer viel Gerede passiert da leider gar nichts und ich vermute, darüber hinaus wird auch nichts mehr passieren.

Auf der Suche im Netz nach weiteren Infos zu diesem Projekt, stieß ich auf einen Forumeintrag vom 04.05.2013 des Veranstalters, der mich auf der Fanpage sperrte. Als ich das lass, musste ich nun wirklich lachen. Aber das ging offensichtlich nicht nur mir so, denn die Antworten auf dieses Thema sprechen für sich.

Forumeintrag: Veranstalter sucht DJs für Love Convoy in Berlin


Totocat: (Geschrieben 04. May. 2013 - 15:29 Uhr)

Wir benötigen noch DJ's , die auf unseren Floats auf dem Love Convoy im Sommer 2014 auf dem Lausitzring in Berlin drehen wollen. Und dass vor 100.000 Ravern!!!

Folgende Eigenschaften solltest Du mitbringen.

1) Mind. 1000 Likes oder Friends auf deinem FB. Profil.
2) Adde bitte 3 weitere DJ`s aus deiner Friendliste die über dieselben Konditionen verfügen.
3) Logge dich unter diesem Link in unsere DJ Community ein. (Link entfernt)

Dass wars, du bist dabei.....
Like uns auf Facebook!!! (Link entfernt)



Das ist schon so peinlich, das es eigentlich beim Erstellen des Themas hätte klar werden müssen, was nun für Reaktionen kommen. Welcher DJ, der nur ansatzweise etwas auf sich hält, erniedrigt sich denn so weit? Zumal man im Mai 2013 ohne jegliche Basis nicht schon davon ausgehen sollte, die maximale Anzahl an Besuchern zu haben und auch hier erneut vermittelt, dass der Lausitzring in Berlin wäre.

Offensichtlich spielt es keine Rolle wie gut oder schlecht ein DJ ist oder was er wirklich auflegt. Es geht nur darum, um über den DJ die eigene Werbewirksamkeit zu erhöhen. Die einzigen, die hier ihre Chance wittern, sind Newcomer DJs, die noch nie in einem Club gespielt haben.

Jeder andere DJ stellt sich als erstes die Frage nach der Gage. Die gibt es hier offenbar auch nicht, man kann ja vor ach so vielen Leuten spielen, von denen bis heute niemand wissen kann, ob soviele Besucher überhaupt kommen werden.

Blickt man nun auf die angekündigten DJ-Sets, die man auf der Fanpage vorstellt, sind es meisten unbekannte DJs und man spricht sich offenbar auch nicht mit den DJs ab, da bei Nachfragen meinerseits bei einigen DJs, davon niemand etwas wusste. Es schien, als ob die Veranstalter sich einfach die Sets von den Fanpages der DJs gesammelt haben.


Fazit:

Es scheint, ob man versucht eine Community aufzubauen, wohlgemerkt nur auf Facebook und das mit falschen Tatsachen, mit der man später sich vor mögliche Investoren stellen kann: Schaut, da sind die Leute die es toll finden und DJs die uns unterstützen wollen!

Leider erscheint das alles nur als eine riesen große Blase ohne jegliche Basis. Es gibt weder ein richtiges Konzept, kein Lineup, keine offiziellen Pressemeldungen – nichts - nur leere Worte, stümperhaften Grafiken und unqualifizierte Veranstalter.

Vermutlich basiert das alles auf dem Motto: Wenn man das Geld hätte, was man aktuell nicht besitzt und auch aktuell nicht weiß, wie man dort herankommt, dann würde es diese Veranstaltung geben.

Wenn man aber nichts in der Hand hat, gibt man auch nicht vor etwas in der Hand zu haben. Das macht das gesamte Projekt aus meiner Sicht im Ansatz schon unglaubwürdig. Das immer wiederkehrende Argument der Veranstalter, dass man keine Infos habe, aus denen man sich selbst ein Urteil bilden könne, ist genauso lächerlich wie die andauernde Vertröstung.

Natürlich ist dieser Artikel subjektiv zu betrachten und spiegelt lediglich meine Erfahrungen, Eindrücke und auch Recherchen zu diesem Thema wieder. Ich war am Anfang wirklich von der Idee angetan. Aber nach all dem, was sich mir offenbarte, würde ich jedem Investor und auch Partygast davon abraten.